Rezeption

Hockenheim

Hockenheim

Ganz in der Nähe unseres Hotels in Leimen liegt Hockenheim. Ausgrabungen lassen eine Besiedlung von Hockenheim im 1. Jahrhundert nach Christus vermuten, seine erste offizielle Erwähnung erfährt Hockenheim jedoch erst 769 im "Lorscher Kodex", damals noch unter ähnlich klingenden und oftmals wechselnden Namen. Als "Hockenheim" wird die Stadt erstmals 1238 erwähnt.

Das damals kleine Lehen gehörte anfangs zum Herrschaftsbereich der Burg Wersau, wurde später jedoch dem Bischof von Speyer zugeordnet. Dieser, bzw. dessen Vertreter, verkauften Hockenheim an den Pfalzgrafen bei Rhein, welcher es wiederum an mehrere Adelsfamilien verpfändete. Nach der Schlacht bei Seckenheim musste Hockenheim jedoch an die Kurpfalz abgetreten werden, wo es sich in die Kirchheimer Zent integrierte. Im Dreißigjährigen Krieg (1644) und im Holländischen Krieg (1674) verwüsteten französische Truppen Hockenheim und führten den Tabak ein, welcher dem bis dahin angebauten Hopfen starke Konkurrenz machte. Der Tabakanbau förderte den Aufbau der Zigarrenindustrie (1860) und damit das weitere Wachstum von Hockenheim, bis Großherzog Friedrich I. von Baden am 22. Juli 1895 die Stadtrechte an Hockenheim verlieh. Durch die Auflösung der Kurpfalz (1803) war Hockenheim da bereits dem Amtsbezirk Schwetzingen zugeordnet.

Erst 1924, nach der Auflösung des Schwetzinger Amtsbezirks, kam Hockenheim zum Bezirksamt Mannheim, dem späteren Landkreis Mannheim. Dieser wurde 1973 aufgelöst und Hockenheim wurde dem neu gebildeten Rhein-Neckar-Kreis zugeordnet. Seit dem 1. Januar 2001 ist Hockenheim Große Kreisstadt.

Das erste Rennen auf dem Hockenheimring fand am 29. Mai 1932 vor 60.000 Zuschauern statt. Zuvor war die Rennstrecke in nur drei Monaten angelegt worden, ursprünglich als 12km langer Dreieckskurs auf den unbefestigten Waldwegen im Hardtwald als Ersatz für die Karlsruher Wildpark-Rennstrecke und als Teststrecke für Mercedes Benz. Die Planung des Hockenheimrings geht auf Ernst Christ und den Motorradfahrer Club Hockenheim (gegründet 1932) zurück, erster Veranstalter war die Landesgruppe Südwest des Deutschen Motorsport Verbandes.

Die ursprüngliche Waldstrecke wurde 1938 auf 7,725km gekürzt und erstmals mit einem Makadam-Belag (verdichteter Gesteinsbelag) versiegelt, außerdem wurde die Tribünenanlage überarbeitet. Nach der Neueröffnung wurde ein weiterer Betrieb der Neuanlage durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges jedoch verhindert. Erst 1947 begann der Wiederaufbau durch die neu gegründete Hockenheim-Ring GmbH, das Neueröffnungsrennen besuchten über 200.000 Zuschauer.

Wilhelm Herz, Weltrekordler und Ex-NSU-Werksfahrer, führte als Geschäftsführer (1954 bis 1992) des Hockenheimrings die Rennstrecke zu internationaler Bedeutung mit Formel 1 und Grand-Prix für Motorräder.

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